Teil 1- Der Flug 28.4.2010 Endlich ist es soweit - wir wollen Judith in Kanada besuchen.

Maria bringt uns zum Flughafen, dort gehts schon los. Beim Checkin finden sie nur ein Ticket. Will aber nicht ohne adminin fahren, also ersuche ich die Dame von Austrian Airlines um Gewissenserforschung - diese bringt nach einem Telefonat auch das 2. Ticket zutage und dem Flug nach Frankfurt steht nichts entgegen, die Pilotin gibt ordentlich Gas und wir kommen noch vor der Zeit in Frankfurt an. Der Flug nach Toronto verzögert sich - die Toilette der Lufthansa Maschine ist defekt, der Flieger muß samt dem bereits geladenen Gepäck ausgetauscht werden.

Im Airbus ist es reichlich eng, wir sitzen jedoch nur durch den Gang getrennt beisammen. Der Mann hinter uns spritzt sich zuviel Insulin und wird dann gleich zum medizinischen Notfall. Mit der Sauerstoffmaske schafft er es aber doch bis Toronto, wor er von einem Ambulanzteam versorgt wird. Durch die Verspätung wird die Zeit für den Anschlussflug knapp. Um schneller rauszukommen sitzen wir die letzte halbe Stunde in der Businessclass - hier wird fliegen gleich schöner. Nach 8 Stunden Ankunft in Toronto. Die Boeing nach Vancouver ist weg, wir sitzen zwar fest, kommen aber auf die Warteliste für einen Flug nach Sydney über Vancouver, worauf wir tatsächlich die letzten 2 Plätze ergattern. Ein nettes junges Paar informiert Judith per SMS über unsere Verspätung - sie sind sehr freundlich und begrüssen uns mit "Welcome to Canada". admin bekommt wegen der Strapazen ein Schlückchen Bier.

Der Blick auf das nächtliche Toronto ist wunderschön.

Getrennt und eingeklemmt zwischen anderen Fluggästen verbringen wir die nächsten 5 Stunden mit der Überquerung des amerikanisch-kanadischen Kontinents. Ein Chicken-Wrap samt Bier verkürzt die Wartezeit und die Beziehungsprobleme des mexikanischen Pärchens neben mir verbessern meine Englischkenntnisse. Judith erwartet uns - freudiges Wiedersehen - und bringt uns dankenswerterweise zum Hotel. Nach 23 h und 11000 km sind wir endlich in Vancouver. Trotzdem absolut super!
Teil 2 - Vancouver 29.4.2010 Das Hotel Comfort Inn - Nomen est omen - ist absolut empfehlenswert. Es liegt direkt in Downtown, das Personal ist sehr freundlich. Wir haben 2 Queen-Size Betten, das leckere Frühstück gibts im angeschlossenen Irish Pub, sehr gemütliche Atmosphäre. Dann Rundgang durch Downtown, zunächst Hafenbesichtigung, dann Gastown - benannt nach "Gassy Jack", Jack Deighton, der Vancouver gründete, als er 1866 mit einem Wiskeyfass und seiner Frau von Bord ging und eine Kneipe eröffnete. Weiter gehts nach Chinatown, ein sehr exotisch geprägter Stadtteil mit unzähligen Läden. Es gibt Lebensmittel unbekannter Art, getrocknete Fische, Pilze usw. Die aufgespannten Eidechsen sind leicht an ihrer Form erkennbar.


In Science Center sind wie überall noch Spuren von der Olympiade 2010 zu erkennen. Wunderschöner Blick Richtung Hafen. Besuch eines Marktes auf Granville Island und einer kleinen Brauerei mit Bierverkostung. Mit Bus und Seabus setzen wir nach North Vancouver über um die Skyline Vancouvers auf uns wirken zulassen.

Abendessen im Gastgarten eines Irish Pubs und müde ins Bett.
30.4.2010 Wunderschönes Wetter in Vancouver. Wir spazieren im Stanley Park, besichtigen einige Totempfähle, den Strand und freuen uns über die Sonne. Abschied von Judith, die abends nach Toronto fliegt . Wir gehen ins Museum of Vancouver - 100 Jahre Geschichte sind ja in diesem Land viel. Zurück mit einem kleinen Wassertaxi. Beim Rückweg bummeln in der Robson Street, wo auch admins Digicam verlorengeht - darum gibts derzeit keine Fotos - bis auf eins vom Handy.
1.5.2010 Zunächst gehts mit dem Bus Richtung Whistler Mountains, wo ein Teil der olympischen Spiele stattfand. Zwischendurch besichtigen wir die Shannon Wasserfälle, die 3.höchsten Wasserfälle Kanadas.

In Whistler gehen wir in eine Ausstellung der Aborigines, die von Mitgliedern der First Nations geleitet wird.

In Whistler sitzen die Leute in Gastgärten mit blühenden Blumen, während andere noch vom Skifahren kommen.

Bei der Heimfahrt noch die Brandywine Falls , nicht so hoch, aber sehr beeindruckend. Wunderschöne Ausblicke vom Highway 99 Richtung Vancouver.

Ankunft um ca. 18h, ein Pitcher Bier und Abendessen. 2.5.2010 Wir bummeln nochmals durch Gastown und Chinatown, letzte Einkäufe. 2 Stück Pizza, dann ein Schlückchen Bier. Nachmittags zum Bahnhof und Checkin.
Teil 3 - The Canadian The Canadian: dieser legendäre Zug durchquert den ganzen Kontinent und verbindet West und Ostküste.

Abfahrt um 21h, die Betten in der Kabine sind bequem. 3.5.2010 Morgens um 6 h – wir sind neugierig – betrachten wir die vorbeiziehende Landschaft. Kurzer Aufenthalt in Kamloops. Leider regnet es. Frühstück ist super toll, alles in diesem Land ist üppig. Der Tomatenjuice lockert die Sache etwas. Verbringen die meiste Zeit im Panoramawagen.

Nach dem Lunch wieder Aufsaugen der Landschaft und Jagd nach guten Fotos, schwierig, da das Wetter nicht gerade gut ist. Zwischen Suppe und Hauptspeise bewundern wir die Pyramid Falls – der Lokführer fährt Schritttempo, damit alle ihre Pictures taken können.

Jasper liegt in Alberta und mitten im gleichnamigen Nationalpark, benannt nach einem Mitarbeiter des ehemaligen Außenhandelspostens. Alte Häuser, natürlich Elche mitten im Ort (wahrscheinlich gesponsert vom Fremdenverkehrsverband). Adminin erkennt sofort, es sind bloß Wapiti Hirsche. Trotzdem kauft sie sich einen Pulli.

4.5.2010 Kurzer Halt in Edmonton um Mitternacht, die erste Zeitzone haben wir bereits nachmittags überschritten, morgens befinden wir uns bereits in Saskatchewan. Beim Frühstück – ich nehme Chef Omelett mit Pilzen- bei Spiegeleiern empfiehlt sich „sunny side up“ - betrachten wir die schönen hügeligen Getreidefelder, bevor wir bei Saskatoon in dichtes Schneetreiben tauchen.

Dank der Edelstahlkonstruktion des Canadian durchqueren wir den Schneesturm und Saskatchewan. Das Land ist flach, riesige, abgeerntete Getreidefelder und große Lagerhäuser entlang der Bahnstrecke zeichnen die Landschaft, immer wieder Seen. Abends Halt in Winnipeg, der Haupsstadt Manitobas mit ca. 730000 Einwohnern. Da es regnet verkürzen wir unseren Rundgang. Als Passagier des Canadian wird man bevorzugt behandelt, eigene Lounge im Bahnhofsbereich, der Steward ändert für uns sogar die Laufrichtung der Rolltreppe. Ein Gläschen Wein im Dome-Car und ab ins Bett.

5.5.2010 Seit 2 Uhr morgens befinden wir uns bereits in Ontario. Während des Frühstücks Blick auf Sioux Lookout. Die Landschaft ist extrem winterlich, verschneite Wälder und Seen im Mai. Viel Spaß im Dome-Car, das Wetter lockert die Leute auf. Wir singen internationale Lieder.

6.5.2010 Aufwachen bei Sonnenschein. Wunderschöne Ausblicke auf Seen und Wälder beim Frühstück. Viele nette Leute kennengelernt- wie zb Billy, eine nette Dame im Alter von 93 Jahren, Golfstar von 1942, ein Paar aus Australien zwecks interkontinentalen Austausch , zwei Holländerinnen, mit denen wir über Europa diskutieren. Jude, die sehr lustig ist und gerade nach Halifax übersiedelt mit 5 Koffern, Patty, die unglaublich tolle Fotos macht. Rosa, das Barmädchen, die auch mit uns singt. Und natürlich wir, die die Partie mit Stories aus unserem Leben aufmischen. Ankunft nach wunderschönen Eindrücken und 4500 km mit der Bahn in Toronto am Vormittag. Unser Personel Guide Judtih holt uns ab.
Teil 3 - Toronto 6.5.2010 Weithin sichtbar bereits bei der Ankunft der CN-Tower, mit 553 m der höchste freistehende Turm der Welt.

7.5.2010 Ausflug zu den Niagarafällen. Der Name des Ortes kommt von der indianischen Bezeichnung für "donnerndes Wasser". Und so ist es auch - mit Urgewalt stürzen Wassermassen in beeindruckender Breite über die Felsen.

Ich kann mich nicht sattsehen - und dann kommt es wieder, dieses Gefühl - wie in Medugorje, Verona oder Hierapolis- ich spüre es - ich lebe unglaublich gerne. 2700 m3 Wasser pro Sekunde gehen über die 800 m breite und 50 m hohe Kante alleine bei den kanadischen Niagra Falls, daneben die etwas kleineren American Falls. Der Geräuschpegel ist überwältigend.

Bei der Tour dabei auch eine kleine Verkostung kanadischer Weine, wobei sie sich bei der Qualität gegenüber Weinen aus Frankreich, Österreich und Italien durchaus behaupten können. Ankunft in Toronto bei strömenden Regen, Trockenlegung in Sam´s Pub. 8.5.2010 Shopping-day. Adminin kauft bis die Kreditkarte glüht. Meine neue Sony Digicam fällt ebenfalls zu Buche. Nachmittags immer bei Tim Hortens ein Kübel Kaffe mit ordentlichen Donuts.

9.5.2010 Mothers Day. Deutsche Messe in der St.Patrick Church.

Spazieren in Chinatown, dann Kensington Street. Das Künstlerviertel ist bunt und schräg, sehr sehenswert.

Immer wieder Blick auf den CN-Tower, den wir mittels Lift bezwingen. Auf 350 m Höhe Blick über Toronto.


Fast Food bei Mr. Sub

10.5.2010 "Our Lady of Lourdes Church" besichtigt, dann Shoppen im Eaton Center. Treffen uns mit Judith am Hafen und fahren mit der Fähre nach Toronto Island. Die Skyline ist beeindruckend und selbst aufgenommen:

Schöner Strand auf der Insel. Sieht aus wie Meer, ist aber der Ontario See.

Abends Essen im Pub "The Fox and the Fiddle", super. Der CN-Tower ist auch nachts wunderschön.

11.5.2010 Irgendwie hat sich das Gepäck vermehrt. Wir nehmen eine Limousine zum Flughafen.


Der Flug nach Frankfurt gestaltet sich gemütlicher als der nach Vancouver. Trotzdem gibt es angenehmere Verkehrsmittel zur Fortbewegung. Ankunft mit Jetlag in Hörsching um 11h30. 23000 km zurückgelegt, viel erlebt und gesehen, es war wunderbar !